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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Abonnentinnen*,

am 29./30.Mai ging der erste Online-Workshop der BUKO "Radikal global-talk digital" erfolgreich über die digitale Bühne. Viele konnten an dem Workshop teilnehmen, die durch Care-Arbeit an einer Anreise zu einem Präsenz-Seminar in Hamburg gehindert worden wären. Zudem haben wir uns über die Beteiligung aus Mexiko sehr gefreut. Es waren intensive und produktive Diskussionen über die veränderten Bedingungen für internationalistische Praxis, die sicher noch nicht abgeschlossen sind - da waren sich alle einig. Deswegen soll die Diskussion fortgesetzt werden, vor allem auch in Hinblick auf den BUKO-Kongress 2021.

Und wir machen konkret weiter mit Online-Veranstaltungen: So ist eine Seminarreihe in Vorbereitung mit der wir ab Juli die Situation in verschiedenen Ländern beleuchten wollen. Dabei geht es auch um die Frage, wie bestehende Konflikte oder Bewegungen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beeinflusst werden: Sei es die Revolte in Chile, die Situation in Rojava oder Indigene Bewegungen die unter dem Kohleabbau in Kolumbien und Kanada leiden.
Im Falle der Wayuu aus Kolumbien weisen wir auch gerne noch einmal auf die Spendenkampagne hin.

„Wie verhalten wir uns zu den politischen Entwicklungen in Nicaragua?“ Eine Diskussion, die schon längst überfällig ist, kommt nun langsam innerhalb der BUKO in Gang. Anlässlich einer Veranstaltungsankündigung des Öku-Büros in München zu einem Webinar zu Nicaragua und Corona - und den Reaktionen darauf -, wuchs das Bedürfnis nach einem vertiefenden inhaltlichen Austausch. Wir können uns vorstellen, dass wir dazu ebenfalls eine Online-Diskussionsveranstaltung durchführen werden.

Freuen tun wir uns wie immer über Rückmeldungen, Kritik und Anregungen. Erreichen könnt Ihr uns dafür über redaktion@buko.info

Solidarische Grüße,

die Redaktion des BUKO-Newsletters

 

 

AKTUELLES AUS DER BUKO

BUKO erklärt sich solidarisch mit "Ende Gelände"

„Ende Gelände“ ist Teil der Klimabewegung: Wir stehen solidarisch zusammen! Auch die BUKO zählt zu den Erstunterzeichnenden der Solidaritätserklärung mit "Ende Gelände" (EG). Hintergrund ist die versuchte Kriminalisierung von EG durch den Berliner Verfassungsschutz. Gewaltfreier, ziviler Ungehorsam und eine antikapitalistische Ausrichtung von EG sollen zur Gleichsetzung mit rechtsextremen (Terror-)strukturen herhalten. Der Wortlaut der Soli-Erklärung ist hier auf der BUKO-Website dokumentiert. Die Erklärung kann auch noch bis zum 5.7.2020 Unterzeichnet werden.

 

 

BUKO-Ratschlag goes Online

Die „Weltpremiere“ des BUKO-Ratschlages als Videokonferenz findet am 4.7.2020 statt.

BUKO-Ratschläge sind 2x-jährlich stattfindende, offene Treffen von BUKO-Aktiven und Interessierten, um sich über internationalistische Themen auszutauschen, BUKO-Projekte auszuwerten und neue auf den Weg zu bringen.

Am Samstag, den 4.7.2020 werden wir zwischen 15-20 Uhr mit der Open Source-Software BigBlueButton eine Videokonferenz abhalten. Das ist natürlich kein vollwertiger Ersatz für eine reales Treffen, aber das Beste was uns derzeit zur Verfügung steht, um die nötigen Diskussionen zu führen. Für die Teilnahme erhaltet ihr nach der Anmeldung einen Link. Ihr müsst kein zusätzliches Programm herunterladen, ein Headset (bzw. Mikrophon und Kopfhörer) sind jedoch empfehlenswert. Bei Bedarf gibt es vor dem Beginn des Ratschlags eine technische Einführung.

Die geplanten Themen des Ratschlags sind:

  • BUKO-Kongress 2021 (v.a.Thema und Fahrplan)

  • kurzer Block zu Finanzen & Bürosituation (u.a. Elternzeit Büro)

Um Anmeldung an martin(at)buko.info wird gebeten. Ihr helft damit bei der Vorbereitung des Ratschlags und wir werden an die angemeldeten Personen kurz vor dem Ratschlag die detailliertere Tagesordnung verschicken. Außerdem gibt es den Vorschlag lokale Treffen zur Teilnahme an der Videokonferenz zu organisieren. Das können wir bei entsprechendem Interesse über Anmeldungen versuchen zu koordinieren.

 

 

„Rinks und lechts kann man nicht velwechsern? Rechte und linke Positionen zu Ökologie - eine Handreichung für linke Aktivist*innen“

Hinweisen möchten wir nochmal auf die Broschüre des BUKO-Arbeitsschwerpunkts Gesellschaftliche Naturverhältnisse (GesNat): „Rinks und lechts kann man nicht velwechsern? Rechte und linke Positionen zu Ökologie - eine Handreichung für linke Aktivist*innen“. Die Broschüre gibts als PDF unter https://www.buko.info/gesnat-publikationen sowie gedruckt. Die gedruckten Broschüren können wir ab 10 Exemplaren verschicken. Bitte meldet Euch dafür unter gesnat@buko.info. Dort könnt Ihr Euch auch melden, wenn Ihr eine Veranstaltung rund um die Broschüre organisieren möchtet.

 

 

MELDUNGEN

DIE FORDERUNGEN DER KOLLEKTIVEN SCHWARZEN STIMMEN VOM FREIEN CAPITOL HILL AN DIE REGIERUNG VON SEATTLE

In Reaktion auf den Mord an George Floyd haben die Bewohner_innen von Capitol Hill die autonome Selbstverwaltung ihrer Nachbarschaft erklärt. Die Polizei von Seattle hat sich am 8. Juni aus dem Bereich der Capitol Hill Autonomous Zone zurückgezogen. Der folgende Text ist die Übersetzung eines kleinen Ausschnitts aus diesem Kampf (gefunden auf medium.com via twitter)

Gewidmet den Menschen, die Capitol Hill befreit haben, ist diese Liste von Forderungen weder kurz noch simpel. Dies ist keine einfache Aufforderung, die Brutalität der Polizei zu beenden. Wir fordern, dass der Stadtrat und der Bürgermeister, wer auch immer das sein mag, diese politischen Änderungen umsetzen, um den kulturellen und historischen Fortschritt der Stadt Seattle zu fördern und die Kämpfe ihrer Bevölkerung zu erleichtern. Dieses Dokument soll die schwarzen Stimmen darstellen, die nach 9 Tagen friedlichen Protests unter ständigen nächtlichen Angriffen des Seattle Police Departments als Sieger an der Spitze von 12th & Pine [Straßenname, A. d.Ü.] sprachen. Dies sind Worte aus dieser Nacht, dem 8. Juni 2020.

„Willkommen in Free Capitol Hill“ – Veröffentlicht am 8. Juni 2020

Zur Vereinfachung der Betrachtung haben wir diese Forderungen in vier Kategorien unterteilt: Justiz, Gesundheits- und Sozialwesen, Wirtschaft und Bildung.

Weiterlesen auf endofroad.blackblogs.org

 

 

How can we win

Im Internet kursiert ein kurzes Videostatement der schwarzen Autorin Kimberly Jones. Darin äußert sie sich zu Kommentaren über Riots und Plünderungen während den BLM-Proteste. Mit klaren und kraftvollen Worten ordnet Sie Protest, Riots und Plünderungen in die Geschichte von 450 Jahren Rassismus ein. Hier das englischsprachige Video auf youtube.

 

 

EU-Mexiko-Abkommen

Das Netzwerk Gerechter Welthandel berichtet, dass im Schatten von Corona Ende April die Verhandlungen für ein Modernisierungsabkommen zwischen der EU und Mexiko abgeschlossen wurden. Die Nachricht kam überraschend, selbst einige Europa-Abgeordnete erfuhren davon erst aus der Presse. Die Chance, in Pandemiezeiten zukunftsweisende Regeln für einen nachhaltigen und für alle Beteiligten gerechten Handel zu erlassen , wurde dabei auf ganzer Linie verspielt:Das Abkommen ist vielmehr ein deutliches Signal, so schnell wie möglich zum Status Quo zurückkehren zu wollen.

Das modernisierte Abkommen soll als erstes Abkommen der EU mit einem lateinamerikanischen Staat Sonderklagerechte für Konzerne (ICS) beinhalten. Wenn es wie geplant in Kraft tritt, wird es die Lage der mexikanischen Arbeitnehmerinnen* weiter verschlechtern, auch Bauern und Bäuerinnen werden unter den Auswirkungen leiden. Denn der Vertragstext sieht die weitere Öffnung des mexikanischen Marktes für Fleisch, Milchprodukte und andere Lebensmittel aus der EU vor. Außerdem sollen europäische Konzerne einen weitgehenden Zugang zum öffentlichen Beschaffungswesen Mexikos erhalten – damit steigt nicht zuletzt der Druck auf Liberalisierung und Privatisierung des Sektors für Gesundheitsdienstleistungen. Zudem wird das modernisierte Abkommen den Abbau fossiler Rohstoffe in Mexiko sowie ihren Export in die EU fördern – und damit Umwelt- und Klimazerstörung vorantreiben. Während also die EU einen GreenDeal und CO2-Neutralität bis 2050 anstrebt, schließt sie Abkommen ab, die im kompletten Widerspruch zu ihren eigenen Zielen stehen", schreiben Bettina Müller von der Organisation PowerShift und Nelly Grotefendt vom Forum Umwelt und Entwicklung in einem Beitrag auf Euractiv.

Doch noch ist das Abkommen nicht in Kraft: Nach der rechtlichen Prüfung und der Übersetzung in alle EU-Amtssprachen muss es im EU-Ministerrat sowie im EU-Parlament abgestimmt werden. Genug Gelegenheiten also, um das Abkommen noch zu verhindern!

 

 

El Salvador: Eine anarcho-feministische Perspektive

Ein Gespräch vom Radio The Final Straw mit Elisa, einer Anarchistin und Feministin in San Salvador, u.a.m. über das neoliberale Regime der GANA-Partei von Nayib Bukele. Ihr findet den Podcast (Länge: 0:43 h) hier beim Anarchistischen Radio Berlin.

 

 

CORONA-MELDUNGEN

Iran:„Hoffnung mit Magenschmerzen“

Minou Dryas, die vom November 2019 bis Anfang April 2020 im Iran war, spricht in einem Interview über ihr Erleben der Corona-Krise in der iranischen Hauptstadt Teheran.Hier das ganze Interview auf der Website der iz3w.

 

 

Mexiko: Der Machismus in Mexiko unterliegt keiner Quarantäne

Frauen* sind aufgrund der unbezahlten Care-Arbeit, die sie verrichten und der häuslichen Gewalt, der sie in Zeiten der Isolation schutzlos ausgeliefert sind, stärker von den Folgen der Pandemie betroffen. Mehr dazu in der Online-Ausgabe der Lateinamerika-Nachrichten vom Mai 2020:

 

 

Ecuador: Das Virus hat alle Probleme verschärft

Interview mit der Poetin und Frauenrechtlerin Yuliana Ortiz Ruano aus Guayaquil. Zu finden in der Online-Ausgabe der Lateinamerika-Nachrichten vom Mai 2020:

 

 

Brasilien: "Die Pandemie hat die Favela erreicht"

Das deutschsprachige Interview (Audio, Länge: 1:18 h vom 20. April 2020) liefert verschiedene Einblicke in den Umgang mit der Pandemie seitens der Bewohner*innen brasilianischer Favelas und eine Einschätzung und Analyse der politischen Situation sowie einen Ausblick. Seit dem 20. April ist in Brasilien sehr viel passiert. Jetzt hat die Pandemie die Favela erreicht. Ein Update vom 15. Mai ist an das ursprüngliche Interview angehängt.
https://www.aradio-berlin.org/brasilien-die-pandemie-hat-die-favela-erreicht-interview/

 

 

Indien: Der Kaiser hat keine Maske

Covid-19 kann als eine Art Brennglas verstanden werden, in der die Probleme des indischen Sozialstaats und die Risse der Kasten und Klassen, die durch die indische Gesellschaft gehen, besonders deutlich hervortreten. The Emperor has no Mask, lautet der Titel eines empfehlenswerten Artikels über den indischen Staat zu Zeiten von Corona.

https://thewire.in/economy/coronavirus-india-economy

 

 

Corona in Afrika

In der gleichnamigen Rubrik auf der Website von Afrique-Europe-Interact werden kurze Berichte und Meldungen zu Corona in afrikanischen Ländern dokumentiert, die von Mitgliedern von Afrique-Europe-Interact verfasst wurden.

 

 

Corona in Asien

Die Corona-Pandemie entlarvt die Ungerechtigkeiten der globalen Ordnung besonders deutlich. Nicht nur Staaten unterscheiden sich fundamental darin wie sie ausgestattet sind, um die Gesundheit ihrer Bevölkerung zu schützen bzw. wiederherzustellen, jede*r Einzelne ist der Pandemie unterschiedlich ausgesetzt, abhängig von Klasse, Herkunft, Race oder Geschlecht. Die Stiftung Asienhaus und das philippinenbüro sammeln Länderperspektiven, um Handlungsoptionen für eine gerechtere Welt und internationale Solidarität zu finden. Im Vordergrund steht dabei die Frage was die Corona-Pandemie für die Menschen im „Globalen Süden“ bedeutet. Diese soll mit Hilfe von fünf Themen und aus der Sicht ausgewählter Länder in Asien beantwortet werden.

https://www.asienhaus.de/corona/

 

 

Internationale Kampagne: Friedensnobelpreis für Kubas Ärzte-Brigade Henry Reeve

In verschiedenen Ländern kam die Idee auf, dass die kubanische Brigade Henry Reeve für Einsätze in Katastrophengebieten den diesjährigen Friedensnobelpreis verdient hätte. Dieses Ansinnen verdichtete sich nun in einer Forderung an das norwegische Friedensnobelpreiskomitee und findet derzeit über mehrere Kanäle immer mehr Unterstützung. Mehr dazu:
https://amerika21.de/2020/05/240123/vorschlag-friedensnobelpreis-kuba

 

 

ZUM WEITERLESEN UND NACHHÖREN

Kolumbien: „Frauen hatten die Macht“

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee (FARC) haben im Zuge des Friedensabkommens mit der kolumbianischen Regierung im September 2016 die Waffen niedergelegt. Dafür erwarteten sie von der Regierung die Unterstützung in sozialen Projekten, in ihrer gesellschaftlichen Reintegration sowie eine Landrechtsreform. Ende Februar kamen Camila und Edith, zwei ehemalige FARC-Kämpferinnen, auf Einladung der Lateinamerikanischen FrauenInitiative (LAFI) nach Berlin. Dort sprachen die Lateinamerika-Nachrichten mit ihnen über aufständischen Feminismus und enttäuschte Hoffnungen. Online-Ausgabe der Lateinamerika-Nachrichten vom Mai 2020:

https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/frauen-hatten-macht/

 

 

Zeitschrift iz3w #379 Rechte Gewalt - Faschismus tötet überall

Die Anschläge hindunationalistischer Mobs gegen Muslime in Indien und viele andere Beispiele verweisen darauf, dass ein allein am historischen Faschismus angelehnter Begriff von Rechter Gewalt zu eng gefasst ist. In ihrem Themenschwerpunkt blickt die iz3w auf mehrere Länder und aktuelle Kontexte, in denen Rechte Gewalt entsteht.

Zur Inhaltsübersicht der iz3w #393:

 

 

Neu bei Sozial.Geschichte Online

Sozial.Geschichte Online möchte euch auf Vorveröffentlichungen zu Heft 27 aufmerksam machen. Sabrina Apicella diskutiert die Bedeutung von Lohnforderungen in den transnationalen Bewegungen von Amazon-Arbeiter*innen auf der Grundlage ihrer Forschung in Distributionszentren des Online-Versandhändlers in Deutschland und Italien.

Den Zusammenhang zwischen den rassistischen Anschlägen und Pogromen zu Beginn der 1990er Jahre und der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl durch den Bundestag 1992/93 analysiert Ronja Oltmanns. In einem Interview diskutierten Willi Hajek und Lou Marin die Situation der sozialen Bewegungen in Frankreich unter den Bedingungen der Pandemie.

Wolfgang Völker untersucht die Bedeutung von Selbstorganisation und Aktivierungsparadigma in der Corona-Krise, Peter Birke die Konflikte um Migration und Arbeit, die sich unter anderem in der Fleischindustrie und der Landwirtschaft zuletzt gezeigt haben. Die drei zuletzt genannten Beiträge beziehen sich auf einen Text der Gruppe Blauer Montag über Arbeit und Arbeitskämpfe in der Pandemie. Alle Texte finden sich hier: https://sozialgeschichte-online.org/.

Das komplette Heft 27 erscheint Ende Juni / Anfang Juli 2020.

 

 

Die Notwendigkeit einer feministischen Analyse der Corona-Krise. Ausgangspunkte für eine demokratische, solidarische und intersektionale Gesellschaftsvision

Die Sektion Politik und Geschlecht der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft/DVPW hat einen Appell zum (wissenschafts-)politischen Umgang mit der Covid 19-Pandemie verfasst, der miteinander verschränkte Ungleichheitsverhältnisse systematisch berücksichtigt und feministische und andere gesellschaftskritische Perspektiven zum notwendigen Ausgangspunkt für eine demokratische und solidarische Bewältigung der Krise macht. Den gesamten Appell findet ihr hier auf der Website der DVPW.

 


Sich organisieren um zu überleben

Ein interessanter Blogbeitrag beim Freitag, der die Frage von Sorgearbeit/Betreuung und Lohnarbeit in den Blick nimmt:

https://www.freitag.de/autoren/dmehler/sich-organisieren-um-zu-ueberleben

 

 

„Intersektionalität von Ideologien“ - Antisemitismus, Sexismus und das Verhältnis von Gesellschaft und Natur

Dieser Text von Karin Stögner zur Diskussion über Intersektionalität ist ein paar Jahre alt, hat aber seine Aktualität nicht verloren.Hier zu finden bei academia.edu.

 

 

Nine Lives of Neoliberalism

Zur anstehenden Debatte über die Folgen der Pandemie - neue Wege in Richtung "Green New Deal" oder erneute Rückkehr zum Status quo ante crisis? - ist Nine Lives of Neoliberalism bei Verso erschienen. Das Buch könnt ihr kostenlos auf dem Publikationsserver Econstore herunterladen.

 

 

Corona, Klimakrise und Kapitalismus

Beitrag von Ronja Weil und Maximilian Becker – beide sind Aktivist*innen bei Ende Gelände - zur Einschätzung der Corona-Pandemie und dem „Möglichkeitenfenster“ für eine Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung – auf einem Blog der Freitag-Community:

 

 

Commons und Selbstorganisation in pandemischer Krise

Der Sozialwissenschaftler Stavros Stavrides hat einen Artikel zu Commons, Selbstorganisation und den kreativen Potentialen kooperativer Netzwerke/Initiativen in Krisenzeiten verfasst.

Hier der Link zu commonnotions

 

 

"Die ständigen Ausreden bin ich leid"

Gespräch mit der Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha Kelly, Forschungsschwerpunkt Postkolonialismus und Feminismus zur deutschen Debatte über Rassismus. Zu hören beim Deutschlandfunk, 6. Juni 2020.

 

 

„Weil wir schwarz sind“

Filmdokumentation zur Demo gegen Rassismus in Düsseldorf am 6. Juni 2020. Die Demonstrierenden erzählen von ihren eigenen Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland. Hier das Video auf youtube.

 

 

Biopiraterie 2.0

Aus einer internationalistischen Perspektive der Solidarität mit bäuerlichen, indigenen und traditionellen Gemeinschaften und mit biodiversitätsreichen Ländern des globalen Südens lassen sich Forderungen für die internationalen Verhandlungen um Benefit-Sharing für digitale Information über genetische Ressourcen aufstellen. Ein Beitrag von Andreas Riekeberg, aktiv in der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie, in: junge Welt vom 22. Mai

https://www.jungewelt.de/artikel/378941.tag-der-biologischen-vielfalt-biopiraterie-2-0.html

Andreas Riekeberg veröffentlichte beim Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika die Studie „Biopiraterie 2.0? Digitale Sequenz-Information (DSI) und ihr Potential für neue Formen der Biopiraterie“.

Mehr dazu in den beiden Studien
hier: https://www.fdcl.org/publication/2019-12-30-biopiraterie-2-0/
und hier: https://www.fdcl.org/publication/2020-04-20-kaperbriefe-fuer-biopiraterie-2-0/

 

 

Profite vor Gesundheit? Die Pharmaindustrie weltweit

Radio onda, die Radioagentur Lateinamerika-Europa, widmet sich in einem Beitrag der Pharmaindustrie weltweit. Armut ist der Krankmacher Nummer 1. Und wenn man einmal krank ist, gibt es oft keine adäquaten Medikamente oder sie sind zu teuer. Max Klein von der BUKO-Pharma-Kampagne erzählt  warum das so ist. Und wie schafft es die Pharmaindustrie, teure Medikamente am Markt zu poitionieren? Darüber gibt der chilenische Arzt Rodrigo Salinas Auskunft.

Den Beitrag könnt ihr online hören oder als Datei herunterladen.

 

 

Der Kampf um die Augenhöhe unter Ungleichen

Wie geht Solidarität unter Nicht-Gleichen und welche Rolle spielt das Cay trinken dabei? Dazu und zum Transborder Camp letzten Sommer auf der ZAD haben Newroz Duman und Niki Kubaczek in der ak -analyse & kritik # 659 geschrieben.

 

 

 

südnordfunk #73: Der Globale Süden im Zweiten Weltkrieg

In der europäischen Geschichtsschreibung geht der Blick auf den Zweiten Weltkrieg im Globalen Süden meist unter. Der südnordfunk spricht über eine # Wanderausstellung zum Thema und blicken außerdem nach # Senegal und # Indien.

Gesamte Sendung Nachhören.

 

 

"Geografisch – wie aus Karten und Bildern Welt entsteht“

Ohne Corona-Krise wäre die Ausstellung sicherlich so schnell nicht in ein Online-Format übersetzt worden. Dazu aus der Ausstellung: "Durch fünf verschiedene Schlüssellöcher [Schule, Forschung, Lehre, Standorte, Landschaft, Werkzeuge] gibt die Ausstellung einen kritischen Einblick darin, wie Hamburger Geograph*innen seit dem 19. Jahrhundert durch Karten und Bilder Welt herstellen, wie sich diese Weltbilder immer wieder verändert haben und welche Folgen dies in unterschiedlichen Bereichen hatte und immer noch hat." Zu finden ist die virtuelle Ausstellung hier.

Einen kleinen Einblick in die Idee und Konzeption der Ausstellung gibt der Artikel auf der Website der Universität Hamburg.
Feedback, Kritik, Anregungen etc. gerne an: ag_kggu.geo@uni-hamburg.de


 

 

Call for papers PERIPHERIE

Die PERIPHERIE ist eine Zeitschrift, die sich als interdisziplinäres Diskussionsforum für Entwicklungtheorie und Entwicklungpolitik begreift. Die Solidarität mit Emanzipationsbewegungen und sozialen Bewegungen in den Entwicklungsländern wie den Industrieländern ist ein wichtiges Motiv ihrer Arbeit. Als zentrale Aufgaben der Zeitschrift betrachten sie es, die Diskussion mit Autoren und Autorinnen aus der „Dritten Welt“ zu fördern sowie zur Orientierung politischer Praxis beizutragen. Die Ausgabe 162/163 (erscheint im August 2021) hat den Schwerpunkt "Finanzialisierung und Entwicklungspolitik in der Krise". Dafür suchen sie noch Beiträge. Den Call for papers findet ihr hier auf deutsch und englisch.

 

 

TERMINE

# 05.-07.06.2020 Klimacamp Leipziger Land

 

Das Klimacamp Leipziger Land 3.0 kann wegen des Corona Shutdowns nicht wie geplant stattfinden. Nun folgt die zweite Auflage in Version 3.1 digital.

Programm: https://www.klimacamp-leipzigerland.de/3-1/programm/
Anmeldung: https://www.klimacamp-leipzigerland.de/3-1/anmeldung/

 

 

#25.-29.August 2020, Leipzig, Kongress Zukunft für Alle

Der Kongress Zukunft Für Alle findet vom 25. - 29. August 2020 in veränderter Form statt. Alle Infos, den Call und das Einreiche-Tool unter https://www.zukunftfueralle.jetzt./

 

 

#02. -05.09.2020, We`ll Come United - dezentrale Aktionstage

Über 40 Aktivist*innen sind Anfang Juni erstmals wieder real in Berlin zusammengekommen und haben die Inspirationen von der Straße sogleich aufgenommen. Für Anfang September - genau fünf Jahre nach dem March of Hope - sind die Planungen für dezentrale Aktionstage - von regional bis transnational - erneuert worden. Die unterschiedlichen Aspekte des alltäglichen und institutionellen
Rassismus und damit auch das gesamte Grenzregime sollen vom 02.-05.09.2020 mit vielfältigen Aktionen ins Visier genommen werden.

 

 

#25.-27.09.2020, Aktionstage gegen die Air Base Ramstein

 

Nein zu Drohnen-Terror, Militarisierung und Air Base Ramstein! 25. - 27. September 2020

Mehr Infos auf https://www.ramstein-kampagne.eu/


 

 

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